25.02.2015 | Ratgeber Wenn der Partikelfilter verstopft

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Ratgeber: Wenn der Partikelfilter verstopft

Wenn der Dieselruß-Partikelfilter verstopft ist, wird es für Autofahrer in der Regel teuer. Der Einbau eines neuen Filters kann bis zu 2000 Euro kosten. Einige Firmen werben jetzt mit Partikelfilter-Reinigungen ab circa 400 Euro. Nach Ansicht des ADAC ist ein allgemeingültiges Urteil über deren Wirksamkeit aufgrund der unterschiedlichen Filterverfahren und -formen jedoch nicht möglich und bis heute nicht nachgewiesen. Auch könnten die Anbieter selbst keine Aussage darüber treffen, wie lange der Filter nach der Reinigung noch einsatzfähig sei. Deshalb empfiehlt der Autoclub diese Verfahren nicht uneingeschränkt.

Eine ADAC-Umfrage ergab, dass die Automobilhersteller von den neuen Reinigungsverfahren abraten. Dies gilt auch für die Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln sowie dem Zusatz von Dieseladditiven, die bei regelmäßiger Kraftstoffzugabe den Partikelfilter reinigen sollen. Wer dennoch auf die günstigere Alternative setzt, läuft Gefahr, bei Schäden im Zusammenhang mit der Filterreinigung die Fahrzeuggarantie des Herstellers bzw. Sachmängelhaftung des Verkäufers zu verlieren. Zudem muss der Partikelfilter zur Reinigung ausgebaut werden und an den Anbieter verschickt werden. Das Fahrzeug kann somit mehrere Tage lang nicht genutzt werden.

Autofahrer, bei denen die Kontrollleuchte im Fahrzeug einen Fehler des Partikelfiltersystems anzeigt, sollten zügig eine Werkstatt aufsuchen, um die Ursache hierfür abzuklären. Ist der Filter mit Ruß verstopft, kann die Werkstatt eine sogenannte Not-Regeneration manuell einleiten. Grund für eine Verstopfung des Filters ist meist ein überwiegender Betrieb des Autos im Stadtverkehr. Dabei wird die für das automatische Regenerationsverfahren des Filters nötige Abgastemperatur in der Regel nicht erreicht.

Ausgetauscht werden muss ein Filter erst, wenn der maximale Aschegehalt erreicht ist - auch wenn einige Hersteller bei älteren Modellen einen Austausch zwischen 120.000 und 180.000 Kilometern empfehlen. Die Aschebeladung bzw. den Sättigungsgrad des Filters kann in der Werkstatt ein Diagnosetester ermitteln.

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